Stärkung der Rolle der Frau in der Zivilen Konfliktbearbeitung.
- Partnerland: Philippinen
- Partnerorganisation: Mindanao Commission on Women (MCW)
- Laufzeit: 2008 - 2011
Welche gesellschaftspolitischen Konflikte
werden bearbeitet?
Die sozio-politische und wirtschaftliche Situation in Mindanao ist geprägt von Landknappheit und ungleicher Ressourcenverteilung. Bürgerkrieg, Clanwirtschaft und Korruption haben über Jahrzehnte ein Klima der Gewalt geschaffen. Konflikte um Land und Ressourcen, die nicht selten entlang ethnisch-religiöser Linien oder einflussreicher Familien-Clans verlaufen, werden häufig gewaltsam ausgetragen.
Die Mindanao Commission on Women (MCW) setzt sich dafür ein, dass die Stimmen aller Gruppen der Zivilgesellschaft in den Diskurs über die Konfliktlagen auf Mindanao einfliessen. Sie unterstützt die zivilgesellschaftliche Partizipation von Frauen, jungen Leuten und indigener Bevölkerung. Die programmatische Arbeit der MCW wird von 25 Commissioners getragen, weiblichen Führungspersönlichkeiten aus öffentlicher Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft, die aus ganz Mindanao stammen. Die zivilgesellschaftliche Arbeit erstreckt sich auf alle Ebenen: von lokalen Basisgruppen bis hin zu der beratenden Teilnahme an Regierungspanels. Armutsminderung ist als friedensfördernde Maßnahme Teil des MCW-Programms.
Welche Ziele hat das Engagement des Zivilen Friedensdienstes?
Die ZFD-Maßnahme leistet einen Beitrag zur Stärkung der Rolle von Frauen aller ethnischen Gruppen und Religionen im Bereich der Friedensförderung und Konfliktbearbeitung auf Mindanao. Der Fokus liegt auf dem Konflikt zwischen der Regierung der Philippinen (GRP) und der Moro Islamic Liberation Front (MILF), der trotz langjährigen Verhandlungen, die zur Zeit allerdings ausgesetzt sind, zwischen den Parteien immer wieder zu lokal und zeitlich begrenzten bewaffneten Auseinandersetzungen führt.
Die Maßnahme soll dazu beitragen, die Partizipation von Frauen und jungen Menschen zu stärken. Weiterhin sollen Frauen als Interessengruppe zur Förderung des Friedens strukturell gestärkt und ihr Einfluss auf die Konfliktparteien und die friedliche Beilegung der bewaffneten Auseinandersetzungen gefördert werden. Darüber hinaus soll die besondere Rolle von Frauen in traditionellen Formen der Konfliktbearbeitung stärker heraus gearbeitet werden.
Welche Maßnahmen werden durchgeführt?
Zu den Aufgaben der Friedensfachkraft gehört die Stärkung der Medienkompetenz, unter anderem durch die Erstellung von Konzepten und Strategien zur friedensbezogenen Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnenführung. Weiterhin werden Trainings- und Informationsmaterialien zur Zivilen Konfliktbearbeitung erstellt und traditionelle Konfliktbearbeitungsrollen von Frauen, insbesondere in muslimischen Gemeinschaften, erforscht und dokumentiert.
Kurzprofil der Friedensfachkraft des DED
Die Friedensfachkraft ist Certified Conflict Consultant. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in Public Relation und Projektmanagement sowie über internationale Erfahrung mit zivilgesellschaftlichen Gruppen in Marokko und dem UN-Frauennetzwerk zum Thema „Armutsminderung von Frauen“.

