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Unterstützung bei der Erstellung eines Nationalen Opferregisters.  

Kerzen zum Gedenken an die Opfer des Leuchtenden Pfad

  • Partnerland: Peru
  • Partnerorganisation: Consejo de Reparaciones (CR) - Nationaler Reparationsrat
  • Laufzeit: 2008-2011

Welche gesellschaftspolitischen Konflikte
werden bearbeitet?

Von 2001 bis 2003 dokumentierte die staatliche „Kommission für Wahrheit und Versöhnung“ die von Gewalt und Menschenrechtsverletzungen geprägte Geschichte des 20jährigen bewaffneten internen Konfliktes. Die Kommission kommt in ihrem 2003 vorgelegten Bericht zu dem Ergebnis, dass der „Leuchtende Pfad“ für die Mehrzahl der knapp 70.000 Todesopfer verantwortlich zu machen ist. Gleichzeitig weist die Kommission auch den staatlichen Akteuren Verantwortung für eine hohe Zahl von Opfern zu.
Zu den politischen Empfehlungen der Wahrheitskommission gehört die Leistung von sowohl kollektiven als auch individuellen Reparationszahlungen an die Opfer des Konfliktes. Nach der Verkündung des „Gesetzes über den integralen Reparationsplan“ im Jahr 2005, wurde im Jahr 2006 der staatliche Reparationsrat eingerichtet. Seine Aufgabe ist die Erstellung eines nationalen Opferregisters, auf dessen Grundlage Reparationszahlungen geleistet werden können.

Welche Ziele hat das Engagement des Zivilen Friedensdienstes?

Mahnmal in Lucanamarca, in Gedenken an das Massaker von 1983

Das ZFD-Programm in Peru fördert vorhandene Ansätze zur gesellschaftlichen Versöhnung und zum konstruktiven Umgang mit Konflikten und Konfliktpotenzialen sowie die Stärkung der Rechtsstaatlichkeit. Indem auf dem Weg der Reparation das erlittene Leid der Betroffenen eine symbolische und auch materielle Anerkennung erfahren kann, trägt diese ZFD-Maßnahme zum innergesellschaftlichen Versöhnungsprozess bei.

Welche Maßnahmen werden durchgeführt?

Die Friedensfachkraft berät den Reparationsrat in Lima bei der Optimierung von organisationsinternen Prozessen. Neu erstellte Datensätze werden vom Reparationsrat geprüft und systematisiert, wobei bereits bestehende Register, wie die der Wahrheitskommission, einbezogen werden müssen. Darüber hinaus wird die Arbeit des Reparationsrates in den vom bewaffneten Konflikt besonders stark betroffenen Regionen unterstützt, in denen die Opfer erneut die Gelegenheit bekommen, ihre Fälle zu präsentieren und in das Opferregister aufgenommen zu werden.

Text und Bilder: DED

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