Stärkung der Nationalen Menschenrechtskommission.

- Partnerland: Nepal
- Partnerorganisation: Nationale Menschenrechtskommission - National Human Rights Commission (NHRC)
- Laufzeit: 2008 - 2011
Welche gesellschaftspolitischen Konflikte
werden bearbeitet?
Mit einem Friedensabkommen endete 2006 der zehnjährige Bürgerkrieg in Nepal. Die Übergangsregierung, unter mehrheitlicher Beteiligung der Maoisten, steht vor der großen Herausforderung der kurzfristigen Neustrukturierung des politischen Systems, der Herstellung von menschlicher und sozioökonomischer Sicherheit sowie der Förderung von Versöhnung und Gerechtigkeit. Schlüsselthemen sind die Verbesserung der Rechtssicherheit, die Integration der maoistischen Kämpfer, die Wiedereingliederung von Flüchtlingen und Vertriebenen sowie die technische und finanzielle Förderung des Friedensprozesses. Entsprechend fokussiert der Drei-Jahres-Entwicklungsplan auf Armutsreduzierung und Friedensdividende. Dafür wurden u.a. ein Ministerium für Frieden und Wiederaufbau (MoPR) und eine Nationale Menschenrechtskommission (NHRC) ins Leben gerufen.
Welche Ziele hat das Engagement des Zivilen Friedensdienstes?
Die Maßnahme des ZFD versucht gezielt, über Capacity Building zur Stärkung und Vernetzung lokaler und nationaler Friedenspotentiale beizutragen. Zudem sollen zivilgesellschaftliche Organisationen darin gestärkt werden, den effektiven Schutz der Menschenrechte im verfassungsgebenden Prozess sicher zu stellen.
Welche Maßnahmen werden durchgeführt?
Eine Friedensfachkraft berät die Mitarbeitenden der Nationalen Menschenrechtskommission (NHRC) in der Zentrale und vier Außenstellen durch Capacity Building im Bereich der forensischen Anthropologie. Dazu bildet die Friedensfachkraft Mitarbeitende der NHRC sowie nationale forensische Experten aus und unterstützt diese bei der Erstellung von nationalen Richtlinien zur Durchführung von forensisch-anthropologischen Untersuchungen, die zur Aufklärung von schweren Menschenrechtsverletzungen dienen. Daneben unterstützt die Fachkraft die Partnerorganisation bei der Einrichtung von Netzwerken im Bereich der forensischen Untersuchungen.
Kurzprofil der Friedensfachkraft des DED
Die Friedensfachkraft ist Anthropologe und seit nunmehr 10 Jahren im Bereich der forensischen Untersuchungen von Menschenrechtsverletzungen tätig. Nach Lehre und Forschung an der Universität Mainz war er von 2002 bis 2006 mit dem ZFD des DED in Guatemala tätig. Daran schlossen sich Einsätze für nationale und internationale Institutionen auf Zypern, der Schweiz und in Chile an. In Nepal lebt und arbeitet die Friedensfachkraft seit Januar 2010.

