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Unterstützung von Bauernorganisationen bei der Bearbeitung von Landkonflikten.  

Eine schwierige Frage - Konfliktlösung in der Region Quiché

  • Partnerland: Guatemala
  • Partnerorganisation: Bauernorganisationen Comité Campesino del Altiplano (CCDA ) und Comité de Unidad Campesina (CUC)
  • Laufzeit: 2007 – 2012

Welche gesellschaftspolitischen Konflikte
werden bearbeitet?

Guatemala ist von einer hohen Konfliktivität geprägt. Besonders das Thema Land spielt angesichts der im Wesentlichen landwirtschaftlichen Prägung Guatemalas eine wichtige Rolle. Eine der Konfliktursachen ist der in der Vergangenheit an der indigenen und bäuerlichen Bevölkerung verübte Landraub und die aktuelle Struktur des Landbesitzes. Diese stellen ein großes Hindernis für die Entwicklung des Landes dar: Während nur zwei Prozent der Landbesitzenden über zwei Drittel der Ackerflächen ihr Eigen nennen, besitzen rund 88% der Bauern und Bäuerinnen zusammen lediglich 16% des Landes - meist schlechte Böden im kargen Hochland. Als weiteres Problem kommt für die nächsten Jahre die anstehende Rückzahlung der Kredite hinzu, die für Landkauf aufgenommen wurden. Ferner fehlt es generell an technischer Beratung und Begleitung.

Welche Ziele hat das Engagement des Zivilen Friedensdienstes?

Kräfte koordinieren, sich gegenseitig ergänzen

Ziel der ZFD-Maßnahme ist es, gemeinsam mit dem Partnerorganisationen CCDA und CUC die Organisationsfähigkeiten und politischen Beteiligung der Basis zu stärken, um auf Entscheidungsprozesse zugunsten der Entwicklung der ländlichen Bevölkerung, eines besseren Zugangs zu Land und alternativer Lösungen von Landkonflikten einwirken zu können sowie die von der Zivilgesellschaft angestoßenen Prozesse einer zivilgesellschaftlichen Kontrollfunktion zu stärken. Zugleich wird zu einer stärkeren Vernetzung der jeweiligen Basis der Partnerorganisationen beigetragen, was ihren Forderungen eine größere Wirkung verleiht.

Welche Maßnahmen werden durchgeführt?

Die Friedensfachkraft unterstützt die Qualifizierung der Mitarbeitenden zur effizienten politischen und sozialen Beteiligung und führt ferner Weiterbildungsmodule zu den Themen Krisen- und Gewaltprävention sowie Instrumente und Konzepte Ziviler Konfliktbearbeitung durch. Darüber hinaus werden Maßnahmen durchgeführt, die eine stärkere Koordination zwischen den Bauernorganisationen zur besseren lokalen und regionalen Politikgestaltung ermöglichen. Die Organisationen verfügen über mehrere 1000 Mitglieder und übertragen somit den in den Regionen Sololá und Quiché geleisteten Beratungseinsatz über diese Regionen hinaus.

Kurzprofil der Friedensfachkraft des DED

Die Friedensfachkraft ist Ethnologin mit Schwerpunkt Lateinamerika und einem friedenswissenschaftlichen Weiterbildungsstudium. Sie hat langjährige Erfahrungen in der Entwicklungszusammenarbeit in Bolivien und Honduras in den Bereichen Entwicklung indigener Gruppen (indigene Distrikte und Territorien), Stärkung der Zivilgesellschaft in Dezentralisierungs- und Demokratisierungsprozessen (partizipative Munizipalplanung und Sozialaudit), Organisationsberatung und Gender-Orientierung in der ländlichen Entwicklung.

Text und Bilder: DED

Weitere Informationen:

Lateinamerika

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