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Friedensmuseum als Beitrag zur Vergangenheitsbearbeitung.  

Gedenktafel für die Opfer am Gisozi Memorial in Kigali

  • Partnerland: Ruanda
  • Partnerorganisation: Nationaler Jugendrat und das Ministerium für Jugend, Kultur und Sport (MIJESPOC)
  • Laufzeit: 2004-2010

Welche gesellschaftspolitischen Konflikte
werden bearbeitet?

Die Situation in Ruanda ist geprägt von den weiterhin wirkenden Folgen des Genozids und der damit verbundenen Ethnisierung innerer Konflikte. Besonders schwer wiegt  das grundlegende Dilemma zwischen dem Verlangen nach Gerechtigkeit für begangene Taten und der Notwendigkeit der Versöhnung als Basis für eine gemeinsame Zukunft der gesamten Bevölkerung des Landes. Die Art und Weise des Aufarbeitungsprozesses und die Abwägung zwischen den Polen Gerechtigkeit und Versöhnung sind daher von entscheidender Bedeutung.

Welche Ziele hat das Engagement des Zivilen Friedensdienstes?

Die zentrale Aufgabe des DED-ZFD-Beitrags besteht darin, das Ruandische Nationalmuseum dabei zu unterstützen, den Genozid als geschichtliches Wissen im Spannungsfeld von Versöhnungsarbeit, politischer Bildung und der Anwendung partizipativer Lehrmethoden vermittelbar zu machen.

In der ersten Phase des Projekts ging es vor allem darum,  gemeinsam mit dem Projektpartner auf nationaler Ebene friedenspolitisch relevante Projekte der Kunstförderung durchzuführen. In der aktuellen Phase kommt es darauf an, besonders auf der Meso- und Mikroebene museumspädagogisch zu arbeiten. Anknüpfend an das bisher Erarbeitete, besteht das Hauptziel der Zusammenarbeit darin, ein Programm zum Themenkomplex Gedenkpädagogik/Politische Bildung/Partizipatives Lernen auszuarbeiten, das jungen Ruandern die Chance gibt, sich konfliktsensibel mit der gewaltvollen Geschichte ihres Landes auseinanderzusetzen

Welche Maßnahmen werden durchgeführt?

Zu den Aufgaben der Friedensfachkraft gehört, den ruandischen Genozid und den politischen, sozialen und wirtschaftlichen Wiederaufbau des Landes inhaltlich und methodisch vermittelbar zu machen und in diesem Zusammenhang zielgruzppenspezifische Seminarformate zu entwickeln. So ist geplant, mit Schülern Projekttage durchzuführen, heimatkundliche Studien und Zeitzeugeninterviews zu unterstützen, Exponate auszuwählen und herzustellen sowie eine Dauerausstellung einzurichten.

Weitere Informationen:

Östliches und Südliches Afrika

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