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Beratung und Stärkung der Fachabteilung Friedensförderung des Reintegrations- und Entwicklungszentums in Juba.  

  • Partnerland: Sudan
  • Partnerorganisation: Reintegration and Development Centre Juba (RDC)
  • Laufzeit: 2008 - 2011

Welche gesellschaftspolitischen Konflikte
werden bearbeitet?

Im Sudan bekämpfen sich verschiedene Bürgerkriegsparteien mit kurzen Unterbrechungen seit dem Ende der Kolonialzeit im Jahr 1956 in variierender Intensität. Ursache ist vor allem die ungleiche wirtschaftliche und politische Machtverteilung im Land. Auch ein 2005 in Kraft getretenes Nord-Süd-Friedensabkommen zwischen der südsudanesischen Sudanese People´s Liberation Movement (SPLM) und der nordsudanesischen National Congress Party (NCP) mit dem Ziel einer gemeinsamen „Regierung der Nationalen Einheit“ hat nicht zu einem Ende der verschiedensten akuten und schwelenden Konflikte geführt. Aus den Medien ist vor allem der Konflikt in der Region Darfur bekannt. Der Süden des Landes strebt eine eigenständige Regierung an, einige Kräfte befürworten eine vollständige Abspaltung vom Nordsudan. Bis heute sind durch die Konflikte Tausende von Menschen ums Leben gekommen und Millionen Sudanesen wurden aus ihren bisherigen Lebensräumen vertrieben. Bewaffnete Auseinandersetzungen und der Einsatz von Gewalt zur scheinbaren Konfliktlösung werden von der Bevölkerung als alltäglich erlebt. In dem angestrebten und möglichst dauerhaften Friedensprozess spielt auch die gewaltfreie Integration der sudanesischen Binnenflüchtlinge und Rückkehrer im südlichen Sudan eine wichtige Rolle.

Welche Ziele hat das Engagement des Zivilen Friedensdienstes?

Ziel der ZFD-Maßnahme ist der Aufbau - und Ausbau der Fachabteilung Friedensförderung des Reintegrations- und Entwicklungszentums in Juba. Dadurch soll ein Beitrag zu gewaltfreien Bearbeitung von Konflikten und zur Krisenprävention im Umfeld der Reintegration von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen geleistet und eine Stärkung der lokalen Regierungsinstitution bewirkt werden.

Im Fokus steht die Stärkung der Struktur und Kompetenz der Abteilung Friedensförderung des RDC im Bereich der konfliktsensiblen Planung und - implementierung von Projekten, die von der Regierung, aber auch von internationalen und lokalen Nichtregierungsorganisationen durchgeführt werden, was der friedlichen und vereinfachten Zusammenführung von verbliebenen und zurückkehrenden Bevölkerungsgruppen dient.

Welche Maßnahmen werden durchgeführt?

Geplant sind drei Reintegrations- und Entwicklungszentren (RDC) im ländlichen Raum mit dem Ziel, Rückkehrer und Bevölkerung in den aufnehmenden Gemeinden friedlich zusammenzuführen und zukünftigen Konflikten vorzubeugen.

Eine Friedensfachkraft unterstützt diesen Prozess durch den Auf- und Ausbau von Kapazitäten sowie die Bewusstseinsbildung im Bereich zivile Konfliktbearbeitung und konfliktsensible Projektplanung und -management. Zu ihren aufgaben gehören die Weiterbildung in konfliktsensiblen Methoden zur Reintegration, die Entwicklung und Konzeption eines Konflikt-Monitoring-Systems auf Gemeindeebene sowie die Unterstützung des fachlichen Austauschs und der Kooperation zwischen Fachkräften, dem RDC-Management, der Regionalregierung und anderen im Bereich der Reintegration tätigen Akteuren. Ferner unterstützt sie das Wissensmanagement in der Fachabteilung sowie den Aufbau eines Informationszentrums.

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Text und Bilder: DED

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